Akustische Analysen

Für die Planung von industriellen Anlagen sowie deren Auswirkung auf die Umwelt ist es heutzutage unerlässlich, schon in der Planungsphase über die Lärmemissionen von Maschinen und Anlagen Bescheid zu wissen. Es gilt, die Lärmgrenzwerte hinsichtlich Arbeitnehmerschutz und Nachbarschaftsschallschutz nicht zu überschreiten. Gegebenenfalls sind schallschutztechnische Maßnahmen für die Einhaltung dieser Grenzwerte erforderlich und zu planen. Dazu sind entsprechende Schallmessungen nach dem gültigen Normenwerk sowie die richtige Angabe von Schallpegelwerten nach der EG Maschinenrichtlinie erforderlich.

Alle Leistungen im Überblick:

  • Lärmmessungen am Arbeitsplatz (ASchG und VOLV)
  • Lärmmessungen zur Überprüfung von gesetzlichen Lärmgrenzwerten
  • Erstellen von schalltechnischen Gutachten
  • Schallemissions- und Immissionsmessungen im Innen- und Außenbereich
  • Schallmessungen zur technischen Abnahme von Maschinen
  • Ermittlung der Schallleistung von Maschinen
  • Schallintensitätsanalysen von Maschinen- und Anlagenkomplexen
  • Schallquellenfindung mittels akustischer Kamera
  • Impipe - Ermittlung des Absorptionsgrades von Materialien im Impedanzrohr
     

Schallmessung

Die Durchführung von Schallmessungen im industriellen Anlagenbereich erfordert viel Erfahrung und Wissen im Bereich der technischen Akustik. Mit unserem langjährigen Know How in diesem Bereich und dem gezielten Einsatz von speziellen Messgeräten und Messverfahren, wie z.B. dem Schallintensitätsmessverfahren zur direkten Ermittlung der Schallleistung von Maschinen, führen wir maschinenakustische Analysen schnell und effizient für unsere Kunden durch. 

Die gewonnenen Daten, wie der maschinenspezifische Schallleistungspegel, der Emissions-Schalldruckpegel oder die Abstrahlcharakteristik einer Maschine können dann unmittelbar für eine adäquate schalltechnische Planung als Basis herangezogen werden. Oft interessieren spezielle abgestrahlte Frequenzen einer Maschine oder eines Bauteiles. Diese werden mittels Terzband- oder FFT Analyseverfahren ermittelt und können wiederum für spätere Optimierungsmaßnahmen direkt an der Maschine dienen.

Eine gute Akustik fördert das allgemeine Wohlbefinden. Doch täglich sind wir mit einer strapaziösen Geräuschkulisse konfrontiert. Dünne Wände in der Wohnung lassen uns die Geräusche des Nachbarn hören, der Straßenlärm tut sein Übriges und auch die moderne Kommunikation bringt einen erheblichen Lärmpegel mit sich. Das beeinträchtigt unser Wohlbefinden. Deshalb sollte ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung des Schallschutzes gelegt werden.

Lärm definiert sich über einen schädigenden und störenden Schall. Abhängig ist er von vielen subjektiv empfundenen Einflussfaktoren. Eine Lärmschädigung ist dann eingetreten, wenn eine Schwerhörigkeit oder ein Hörschaden durch starken Lärm verursacht wurde; übrigens die am häufigsten anerkannte Berufskrankheit.

Lärmstörungen werden als lästig empfunden und rufen vegetative Veränderungen hervor. Diese können sich in Form von Konzentrations- und Schlafstörungen äußern. Das wiederum vermindert die Leistungs-, Kommunikations- und Hörfähigkeit.

Besonders in Kliniken sollte der Lärmpegel auf ein Minimum reduziert sein, um die Genesung zu fördern. Doch in den heutigen sehr modernen Kliniken steigt die Lärmbelästigung rasant an.

Forscher der Johns Hopkins University in Baltimore konnten nachweisen, dass seit 1960 der Lärmpegel in Kliniken von 57 auf 72 Dezibel gestiegen ist. Das entspricht dem Lärmpegel beim Staubsaugen. In der Nacht stieg der Wert sogar von 42 auf 60 Dezibel. Für eine Klinik, in der Patienten genesen sollen, viel zu hoch. Die WHO empfiehlt im Patientenzimmer einen maximalen Geräuschpegel von 30dB LAeq am Tag, am Abend und in der Nacht. Geräuschspitzen sollten laut WHO 40dB LAmax nicht überschreiten. Auch Ärzte und das Pflegepersonal leiden unter der akustischen Dauerbelastung.

Telefone läuten, Schritte hallen über die Flure, die Überwachungsgeräte piepen, Klimaanlagen surren vor sich hin, Ärzte werden über Lautsprecher ausgerufen und Türen knallen unentwegt. Dabei kann die Raumakustik deutlich verbessert werden. Eine verbesserte Raumakustik ist Voraussetzung für die Genesung.

Schalltechnische Gutachten

Im Sinne des Arbeitnehmerschutzes führen wir sämtliche Messungen zur Bestimmung der Einhaltung von gesetzlich vorgegebenen Grenzwerten zum Thema Lärm in Arbeitsstätten nach der Verordnung für Lärm und Vibrationen - VOLV - bei unseren Kunden durch.

Für die Überprüfung, ob die schalltechnischen Anforderungen einer Maschine den angegebenen Werten im Kaufvertrag entsprechen, führen wir direkt beim Kunden Abnahmemessungen durch. So können die bei einem festgelegten Betriebspunkt zu garantierenden Emissions- und Immissionswerte nachträglich und im laufenden Betrieb überprüft werden. Diese werden in einem übersichtlichen schalltechnischen Bericht zusammengefasst und unserem Kunden zur weiteren Verwendung zur Verfügung gestellt.

Im Zuge einer Betriebsanlagengenehmigung werden seitens der Behörde lärmtechnische Gutachten gefordert, wenn eine Belästigung oder Beeinträchtigung der Nachbarn durch die geplanten Betriebsanlagen zu erwarten ist. Dabei muss festgestellt werden, ob die tatsächlichen örtlichen Verhältnisse durch diese Anlagen beeinträchtigt werden und in welchem Maße. Als Grundlage dazu werden lärmtechnische Bestandsmessungen vor Ort von uns durchgeführt. Alle relevanten Daten zur Beurteilung der lärmtechnischen Situation werden in einem schalltechnischen Gutachten zusammengeführt und gesamthaft beurteilt.
 
Bei Bedarf unterstützen wir bei der Planung und Umsetzung von schallschutztechnischen Optimierungen sowie der regelmäßigen Überprüfung auf Einhaltung des Genehmigungsbescheides.

Impipe - Messung des Absorptionsgrades im Impedanzrohr

Unser im Haus eigens entwickeltes Impedanzrohr, auch Kundtsches Rohr genannt, erlaubt den Absorptionsgrad von porösen Materialien schnell und ohne großen Aufwand zu messen. Das entspricht der ÖNORM EN ISO 10534-2. Die viel aufwendigere Messung in einem Hallraum entfällt dadurch. Auch der Materialaufwand für den Probenkörper ist um ein Vielfaches niedriger als bei einer Messung in einem Hallraum. Dementsprechend ist auch der zeitliche Aufwand viel geringer, und die Ergebnisse liegen schneller vor.
 
Das Prinzip - Eine ebene Schallwelle wird in einem Impedanzrohr gegen eine schallabsorbierende Materialprobe vor einem schallharten Abschluss ausgesendet. Mit Mikrofonen, die sich vor der Materialprobe befinden, wird der daraus resultierende Schalldruck gemessen. Die einfallende und reflektierte Schallenergie wird ausgewertet. So lässt sich das Schallabsorptionsvermögen des Materials leicht bestimmen.
 
Der Kunde spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld.
 
Bestimmt werden können

  • der Schallabsorptionsgrad
  • die akustische Oberflächenimpedanz
  • die akustische Oberflächenadmittanz

 
Für die Ermittlung der Werte über einen breiten Frequenzbereich verwenden wir zwei unterschiedlich dimensionierte Prüfstandsaufbauten. Somit können wir einen Frequenzbereich von 50 bis 8000 Hertz mit unseren Prüfstandsaufbauten abdecken.
Die Probenabmessungen müssen einen Durchmesser von 22 bzw. 98 Millimeter aufweisen. Es können Proben mit einer Dicke von bis zu 300 Millimeter vermessen werden.

Virtuelles Impedanzrohr

Mit akustischen Analysen auf Basis von FEM basierten Berechnungen ist es möglich, den Absorptionsgrad von porösen Absorbern mit Hilfe eines Computermodells schon in der Entwicklungsphase eines Materials zu designen. Die Materialparameter werden virtuell gestaltet, um den Absorptionsgrad des Absorbermaterials optimal zu gestalten. Mehr erfahren